Wer schwimmen kann ist auf jeden Fall im Vorteil!
60 Jahre DLRG Waldeck/Schafflund e.V., wobei das nicht ganz richtig ist!
Im Jahre 1965 wurde die DLRG Ortsgruppe Waldeck gegründet und erst im Jahre 1994 wurde aus der Ortsgruppe der eingetragene Verein.
Der erste Vorsitzende war damals Wolfram Weiner.
Die DLRG Waldeck/Schafflund e.V. hat sich in den vergangenen 60 Jahren zu einer großen Gliederung mit fast 500 Mitgliedern entwickelt.
Nach wie vor ist unsere wichtigste Aufgabe, Kindern das Schwimmen beizubringen! Diese Schwimmer wollen wir nach Möglichkeit auch zu Rettungsschwimmern ausbilden und zu Trainern, welche dann wieder Nichtschwimmer zu Schwimmern ausbilden.
Trainiert wird im Sommer natürlich im Schwimmbad Waldeck.
Im Winter sind wir wohl die einzige Gliederung im Norden, die zur Ausbildung ins Ausland fährt. Seit 2011 dürfen wir in Bov trainieren!
In den vergangenen 60 Jahren wurden so ca. 12500 Prüfungen abgelegt!
Die Gliederung hat sich in diesen 60 Jahren natürlich weiterentwickelt:
Neben dem Wachdienst im Schwimmbad Waldeck, zog es die Rettungsschwimmer natürlich auch an die Küsten Schleswig-Holsteins. Wir waren bereits in Pelzerhaken, Büsum, Holnis,, Weidefelder Strand und hauptsächlich in Hasselberg, wo wir in den vergangenen Jahren immer 2 Wochen in den Sommerferien die Rettungswache übernehmen.
Schon sehr früh haben wir angefangen parallel zur Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, Ersthelfer und Sanitäter auszubilden. Dies ist mittlerweile ein wichtiges Standbein geworden und wir bilden nicht nur unsere Rettungsschwimmer aus, sondern auch die anderer Gliederungen.
Seit 2008 besitzen wir, Dank einer Großzügigen Spende, ein Rettungsboot, die „Hein Meier“ und natürlich bilden wir in Zusammenarbeit mit dem DLRG-Kreisverband auch Bootsführer aus.
Unsere Jugend lässt sich auch ständig etwas neues für unsere Kinder und Jugendlichen einfallen. Neben dem Plätzchenbacken, der Halloweenparty, dem Übernachten im Schwimmbad Waldeck wurden sogar Kanutouren in Schweden durchgeführt.
Und so gehen 60 Jahre sehr schnell vorbei. Aber um bei der Überschrift zu bleiben:
Natürlich ist es ein Vorteil Schwimmen zu können und nicht nur für jeden einzelnen, sondern auch für unsere Rettungsschwimmer, da Rettungsschwimmer von Haus aus „wasserscheu“ sind!
Heinz Buchhorn
Ehrenvorsitzender
DLRG Waldeck/Schafflund e. V.
Ein Beweis aus 1999
Johann Wolfgang Goethe und DLRG - passt das ?
Johann Wolfgang Goehte und DLRG - passt das?
Das passt sogar ausgezeichnet!
Wir, die Gliederung Waldeck/Schafflund, haben die Goethe-Schule Flensburg nach Römö, an die Westküste Dänemarks begleitet. Und das kam so:
Einige unserer aktiven Mitglieder sind Schüler an dieser Schule. Im April dieses Jahres wurde Thais Buchhorn von seinen Lehrern angesprochen ob er nicht einige Rettungsschwimmer für einen, am 1. September 99, geplanten Ausflug nach Römö aktivieren könnte. Die Schule plante einen Ausflug der gesamten Schule, (ca. 550 Kinder plus Lehrer und einige Eltern; 12 Reisebusse) im Rahmen der Goethe-Woche, nach Römö.
Alsbald stellte sich heraus, daß diese Aufgabe allein mit Rettungsschwimmern, welche Schüler an dieser Schule sind, nicht zu bewältigen gewesen wäre.
Thais wandte sich an uns und erhielt natürlich jede mögliche Unterstützung. Von diesem Zeitpunkt war Thais der Koordinator für alle Angelegenheiten zwischen der Schule und unserer Gliederung. Er nahm an allen Sitzungen des Planungsausschusses teil, oft unterstützt von anderen Mitgliedern der Gliederung.
Wir, die Gliederung, suchten derweil nach Freiwilligen in unseren eigenen Reihen.
Es fanden sich spontan, 12 Rettungsschwimmer, die bereit waren dieses Projekt zu unterstützen.
Unser TL Udo Westphal reservierte die Fahrzeuge. Beim Landrover des Landesverbandes, nicht ganz ohne Probleme. Aber wir bekamen sowohl den Landrover, als auch den Kreisbus zur Verfügung gestellt. Beim Kreisverband Schleswig-Flensburg sicherten wir uns die 2 Rettungskajaks, welche noch im Sommer angeschafft werden sollten.
Unsere Aufgabe bestand darin eine Badezone kenntlich zu machen und während der Badezeit zu sichern. Diese Zone sollte aus 5 Feldern a 25m Breite bestehen. Die Schüler sollten in max. brusttiefen Wasser planschen dürfen.
Am 1. September war’s dann soweit. Wir hatten unsere Fahrzeuge mit allem notwendigem Material und unseren Leuten beladen. Noch ein Wort zu unserem Team: Eine ausgezeichneter Mannschaft, superausgebildet und hochmotiviert. Da die Saison gerade zu Ende ging und wir nicht nur in unserem Freibad, sondern auch 14 Tage in Hasselberg und Golsmaas (Ostsee), Dienst gehabt hatten, waren alle noch absolut fit und im Umgang mit den technischen Hilfsmitteln vertraut.
Um 7:30 Uhr standen wir auf dem Parkplatz vor der Goethe-Schule. Wir verteilten noch einige Broschüren (Werbung muß sein) auf die Busse und pünktlich um 8:10 Uhr fuhr der erste Bus ab. Kurze Zeit später machten wir uns auch auf den Weg.
Auf Römö angekommen wurde zuerst die Badezone kenntlich gemacht. Zwei unserer Rettungsschwimmer begleiteten die Schüler vom Sonderstrand im Süden der Insel auf dem Weg nach Lakolk. Sie waren mit Erste-Hilfe-Material und Funkgerät ausgestattet.
Den Schülern wurde einiges geboten, neben dem Baden wurden eine große Anzahl von Wettkämpfen ausgetragen. Selbst die Bigband der Goethe-Schule war am Strand und sorgte für ausgezeichnet Stimmung.
Ab 12:00 Uhr wurde gebadet. Wir sicherten, mit jeweils einem Rettungs-schwimmer, jedes Feld. Auf dem Landrover saß bzw. stand immer mindestens ein RS ausgerüstet mit Funkgerät und Fernglas. Die Badestelle wurde zum offenen Meer hin von unseren Rettungskajaks abgesichert. Übrigens wurden wir mehrmals auf diese Kajaks hin angesprochen und es wurde uns versichert, daß diese Absicherung ja wohl optimal wäre.
Gegen 14:00 Uhr wurde der Badebetrieb wieder eingestellt. Was soll ich sagen? Bei dieser Absicherung konnte ja nichts schief gehen, außer einer leichten Schnittverletzung durch eine Muschel, die Inga Spiegel sofort professionell versorgte, hatten wir keinen Vorfall zu verzeichnen.
Nachdem wir unsere Utensilien zusammengepackt hatten gab es natürlich noch auf dem Heimweg dänische Hot-Dogs.
Eine gelungene Veranstaltung, nicht zuletzt durch die Anwesenheit der Rettungsschwimmer der DLRG, wie mir an diesem Tag und auch später noch mehrmals versichert wurde.
Heinz Buchhorn
Wie alles begann
Auszug aus der Chronik des Freibades:
Mit es war einmal ... fangen viele Geschichten an und auch diese soll so beginnen, den fast war es einmal mit dem Schwimmbad in Schafflund; aber dazu später. In den frühen 50er Jahren war der Wunsch der Bevölkerung schon alt, in unserem Raum eine Bademöglichkeit zu schaffen. Schon 1955 wurde im Urstromtal der Wallsbek, östlich von Schafflund eine Landfläche ausgewiesen, um hier eine "Badekuhle" auszuheben. Wegen des tiefen Morastes in diesem Teil musste der Plan aber fallen gelassen werden. Gleichzeitig kam die Idee auf, eventuell eine der Mergelkuhlen so auszubauen, dass sie für den Schwimmsport und den Badespaß zu nutzen war.
Die DLRG Flensburg wurde gebeten, eine der Nordhackstedter Mergelkuhlen daraufhin zu untersuchen. Das Ergebnis war negativ. Die Mergelkuhlen fielen vom Ufer aus steil in große Tiefe ab und hatten kalte Quellen, wodurch die Wassertemperatur sich schnell unterschiedlich änderte. Der Ausbau zu einem Schwimmbad mit den erforderlichen Anlagen wäre außerdem viel zu teuer geworden.
In Meyn ging man zu dieser Zeit einen anderen Weg, um wenigsten den Schulkindern eine Badestelle zu schaffen. Unter der Leitung von Lehrer Jochen Schröder bauten die Schüler in Eigenleistung hinter dem Mühlenwehr in Meyn eine Badestelle, welche die Möglichkeit eröffnete, dort zu baden und im Gegenstrom der Meynau schwimmen zu lernen. Es stellte sich leider bald heraus, dass sich der Einsatz nicht gelohnt hatte. Sehr schnell versandete und versumpfte die geschaffene Vertiefung und der Badespaß an dieser Stelle fand ein Ende.
Erfolgreicher war man in Lindewitt, dort wurde der Mühlenteich zum Waldbad Lindewitt umgebaut, diese Badestelle besteht heute noch. Für kurze Zeit bestand auch eine Schwimmmöglichkeit in Großenwiehe / Schobüll, wo eine Mergelkuhle mit einfachen Mitteln zur Badestelle ausgebaut worden war, diese verlor aber mit dem Bau des Waldbades Lindewitt ihre Bedeutung. In Lindewitt wurde dann auch der Schulschwimmunterricht durchgeführt. Man lese und staune aber vorher fuhren die Schüler aus diesem Raum im Sommer sogar in die neueröffnete Seebadeanstalt von Noorgaardholz, um dort das Schwimmen in der Flensburger Außenförde zu erlernen.
Der Gedanke, im Bereich von Schafflund eine Schwimm- und Bademöglichkeit zu schaffen, schlief in dieser Zeit aber nie ganz ein. Am 25. Februar 1961, einem Sonnabend vormittag, zog ein Demonstrationszug von hauptsächlich Jugendlichen durch Schafflund. Auf Plakaten und Transparenten wurde für den Bau eines Schwimmbades protestiert. Dies war aber sicher nicht der alleinige Grund, sich erneut mit der Schaffung eines Bades zu befassen.
Der Anfang
Die Initiative hierzu ging von der Gemeinde Meyn aus. Im Jahre 1962 bot sich für Meyn der Kauf eines ca. 6,5 Hektar großen Waldgrundstücks von Klara Petersen an, welches am Westrand der Gemeindegrenze lag. Von Anfang an war daran gedacht, auf diesem Gelände ein Schwimmbad zu bauen. Damit waren auch die Weichen gestellt für den Bau der Dörfergemeinschaftsschule in der Nähe des Schwimmbades. Der damalige Amtsvorsteher und Bürgermeister von Meyn, Julius Oest, wurde beauftragt, auch die Gemeinden Schafflund, Wallsbüll, Nordhackstedt, Hörup, Riesbriek und Linnau für den Plan eines Schwimmbades zu gewinnen.
Die Gemeinden Riesbriek und Linnau wollten weiterhin die Badestelle im Lindewitter Mühlenteich nutzen. Die Höruper Einwohner hatten die Möglichkeit, das neue Schwimmbad in Stadum, welches für den Bundeswehrstandort gebaut wurde, mitzubenutzen. Nordhackstedt war der Meinung, in ihren vielen Mergelkuhlen bestünden doch genügend Bademöglichkeiten. Somit blieben nur noch Meyn, Schafflund und Wallsbüll im Boot. Die drei Gemeinden gründeten daraufhin den Zweckverband „Schwimmbad-Erholungsanlagen Waldeck“ um ein Schwimmbad zu bauen.
Das erste Jahr
Kurz vor der Eröffnung, am 19.6.1965, wurde die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Waldeck gegründet. Dieser Name wurde gewählt, um die Überörtlichkeit des neues Schwimmbades und der Ortsgruppe, welche fortan in dem Bad ihr Zuhause hatte, zu betonen. Das erste Ferienschwimmen fand gleich 1965 statt, mit 155 Kindern! Dies zeigte den enormen Nachholbedarf an Schwimmunterricht in der Region.
Initiator und Motor des Ferienschwimmens waren zu dieser Zeit die Lehrer Ernst Schröder und Horst Weiner. Von der DLRG Waldeck wurde die Ausbildung zum Rettungsschwimmer aufgenommen. Durch die Rettungsschwimmer der DLRG wurde und wird die Badeaufsicht unterstützt.
Seitdem arbeiten das Freibad, unter der Leitung des Trägervereins, und die DLRG Hand-in-Hand